Ergebnisse des Ersten Treffen des Pankower Aktionsbuendnis im neuen Jahr

Aktionsbuendnis 14.01.2009Am 14.01.2009 trafen sich etwa 40 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Projekten, Initiativen und Einrichtungen um das weitere vorgehen des Pankower Aktionsbuendnis für Kinder und Jugendliche zu beraten. Dieses Buendnis entstand anlässlich der im Raum stehenden Streichungen bei Kinder- und Jugendeinrichtungen, durch die Zwangsverwaltung (Tagesspiegel,10.12.2008) des Berliner Bezirks Pankow. Die etwa 47 betroffenenen Pankower Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit mit ihren zahlreichen Beratungsangeboten bekamen, auch durch den Druck des Buendnis ihre Zuwendungsbeschluesse vorläufig für die nächsten 6 Monat (jw, 12.12.2008).

Nachdem das Buendnis sich Ende November zusammenfand und mit dem gemeinsamen Ziel der Verhinderung von Streichungen im Dezember einen vorläufigen Erfolg feiern konnten, bedurfte es einer Neudefinition der Ziele. Diese greifen die bestehende Zielsetzung auf und sind als eine Antwort auf bisherige politische Entscheidungen und Abläufe zu verstehen.

Das Aktionsbuendnis einigte sich darauf sich in Zukunft für folgende Ziele einzusetzen:

PAKJ, 14.01.2009

  • Ziel 1: keine weitere Schließung von Kinder- und Jugendeinrichtungen/projekten in Pankow. Bedarfsgerechter Ausbau der Angebote
  • Ziel 2: Neue Angebote und Projekte in unterversorgten Regionen von Pankow fördern
  • Ziel 3: Langfristrige Förderung der Projekte der Kinder- und Jugendhilfe erreichen
  • Diese Ziele wurden sogleich in drei Arbeitsgruppen bearbeitet, um die damit verbundenen Aufgaben herauszuarbeiten. Auch hier wurde erneut deutlich das der Status QUO nicht genug ist, und die bisher finanziell unterstützte Kinder- und Jugendarbeit sich näher der Untergrenze befindet, als an einem ausgewogenen Punkt.

    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bevölkerungszahl(ND, 23.12.2008), gerade auch unter jungen Menschen, kann nach den Forderungen des Aktionsbuendnis nur von einem bedarfsgerechten Ausbau geredet werden, der sowohl Infrastruktur als Personal erfasst, aber auch bisher ausgeblendete Regionen von Pankow.

    Die Forderung nach nachhaltiger Absicherung der Einrichtungen und Projekte, reagiert auf die bisherige Praxis Zuwendungsbescheide nur für ein Jahr auszustellen und in „Krisensituationen“ wie der Haushaltssperre sogar nur Zusagen über ein halbes Jahr zu machen. Diese Praxis sorgt dafür das erwünschte Folgen der Kinder- und Jugendarbeit immer wieder in Frage gestellt werden.

    Nachdem die Arbeitsgruppen des Aktionsbuendnis ihre Arbeit zusammengefasst haben, gab es einen Input zu Kampagnenplanung, der verdeutlichte das es weiterhin neben der Bemühung um politische Entscheidungen in Gesprächen, aktionsorientierte Ereignisse geben wird. Ergänzend zu den Forderungen wurde die bisherige Struktur des Aktionsbuendnis betrachtet, welche sich durch das Engagement der einzelnen Akteure gegenseitig bereichert hatte und innerhalb kürzester Zeit handlungsfähig war. Eine nähere Auseinandersetzung mit Struktur und Arbeitsgruppen wird es auf dem nächstem Treffen des Aktionsbuendnis geben.

    PAKJ, 14.01.2009
    Das Aktionsbuendnis lädt daher alle Interessierten ein an der Gestaltung der Aktionsbuendnis und dessen Arbeitsgruppen mitzuwirken. Ein nächstes Treffen wird es am 18.02.2009 von 18.00 – 19.30 in der Jugendfreizeiteinrichtung in der Mühlenstraße 24 geben.

    Zu den Mitschriften:

  • Aktionsbuendnis-Protokoll, 14.01.2009, .pdf
  • AG Bedarfsgerechter Ausbau ohne Schließungen, 14.01.2009, .pdf
  • AG Neue Angebote und Projekte in unterversorgten Regionen, 14.01.2009 (wird nachgereicht)
  • AG Langfristige Förderung absichern, 14.01.2009,.pdf